Sie sieht etwas, das nicht da ist.

Für sie ist es real — und es macht euch beiden Angst. So reagieren andere Familien in diesem Moment.

Wenn jemand in unmittelbarer Gefahr ist, ruf die 112 an.

Eine Karte mit beruhigenden Schritten von ourturn.care/de/help

  1. Nicht streiten — es ist real für sie

    Jemandem zu sagen, dass seine Halluzination nicht real ist, verstärkt die Belastung. Erkennen Sie an, was die Person erlebt, ohne zu bestätigen, dass es wahr ist.

    • "Das klingt beängstigend. Ich bin bei Ihnen."
    • "Erzählen Sie mir, was Sie sehen."
    • Sagen Sie nicht "Da ist nichts"
  2. Überprüfen Sie die Umgebung

    Schatten, Spiegelungen, Fernsehgeräusche und Unordnung können bei Demenz visuelle oder akustische Fehldeutungen auslösen.

    • Schatten von Fenstern oder Lampen?
    • Läuft Fernseher oder Radio im Hintergrund?
    • Spiegelungen?
    • Unordnung, die wie Gestalten aussehen könnte?
    • Schlechte Beleuchtung?
  3. Sanft ablenken

    Wenn Sie das Erleben anerkannt haben, versuchen Sie, die Aufmerksamkeit auf etwas Konkretes und Beruhigendes zu lenken.

    • In einen gut beleuchteten Raum wechseln
    • Eine praktische Beschäftigung anbieten
    • Zusammen einen kurzen Spaziergang machen
    • Gemeinsam eine Tasse Tee kochen
  4. Wann Sie den Arzt rufen sollten

    Wenn Halluzinationen neu oder häufig sind oder extreme Belastung verursachen. Ein plötzliches Auftreten kann auf eine Infektion (besonders Harnwegsinfekt), Nebenwirkungen von Medikamenten oder ein Delir hinweisen — all das braucht ärztliche Abklärung.

Diese Schritte sind Dinge, die andere Familien ausprobieren — keine medizinische Beratung. Jeder Mensch ist anders, und du kennst deine Person am besten.

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